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In Berlin drücken sich die ganzen Künstler darum, bei einem Wulff-Empfang teilzunehmen.

Gegenüber dem Tagesspiegel wurden überwiegend Theater- oder Preisverleihungstermine als Absagegrund genannt


Hans Weingartner, ein Regisseur sagt, es wäre Ihm peinlich, wenn Ihn Wulff nach Freikarten für seinen aktuellen Film fragen würde. haha.

Andere formulierten das Unbehagen, sich bei einer Absage dem Amt gegenüber unhöflich zu verhalten, wollen aber keinesfalls mit der Person des Bundespräsidenten Wulff in Verbindung gebracht werden.

Und DER repräsentiert den deutschen Staat. Na bravo.

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hat inzwischen mal untersucht, ob Wulff denn seinen Ehrensold (iHv 199.000 Euro p.a.) bekommen würde. Den bekommt jeder Bundespräsident bis zu seinem Lebensende, wenn er aus gesundheitlichen oder politischen Gründen vorzeitig oder nach der Amtszeit aus dem Amt scheidet. Der WD hat jetzt untersucht, wie es ist, wenn er NICHT aus diesen Gründen aus dem Amt fällt:

Die - im Ergebnis gleichartigen - Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes kommen zu dem Schluss: „Gründe, die im privaten Verhalten des Präsidenten liegen, werden eher keine politischen Gründe“ im Sinne des Gesetzes sein. Unter politischen Gründen seien solche zu verstehen, „die weder gesundheitlicher, privater noch persönlicher Natur sind, da sie im Zusammenhang mit der Gestaltung des öffentlichen Lebens stehen müssen. Hierunter wären wohl insbesondere schwerwiegende Differenzen über die Innen- oder Außenpolitik der Regierung zu fassen“, so heißt es in einer aus den Reihen der Grünen beauftragten Ausarbeitung.

Aber macht euch keine Hoffnung, dass der jetzt endlich abtritt und dann auch noch keinen Sold bekommt, sondern nur den fetten Managerposten in der Politik, die Gutachten des WD sind für Abgeordnete nicht bindend und haben nur einen informellen Charakter.

Am 13.02.2012 um 10:45 von martin - (38)